| Content-Management-System |
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Eine recht gute Definition für das Wort Content-Management-System findet sich bei Wikipedia: „Ein Content-Management-System (kurz CMS, übersetzt etwa Inhaltsverwaltungssystem) ist ein Anwendungsprogramm, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten ermöglicht und organisiert." Es gibt eine große Auswahl an Content-Managemen-Systemen. Ich möchte im Folgenden lediglich drei davon benennen: Typo3, Joomla, Drupal. Diese drei Systeme werden alle als Open-Source-System betrieben. Das heißt: „Die Software darf beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden. Für Open-Source-Software gibt es keine Nutzungsbeschränkungen. Weder bezüglich der Anzahl der Benutzer, noch bezüglich der Anzahl der Installationen. Mit der Vervielfältigung und der Verbreitung von Open-Source-Software sind auch keine Zahlungsverpflichtungen gegen einen Lizenzgeber verbunden." (Zitat von Wikipedia) Ist Joomla barrierefrei?Ich habe mich für das CMS Joomla entschieden, da dieses im Januar 2008 vollständig überarbeitet in der Version 1.5 erschienen ist. Barrierefreiheit ist mir bei der Gestaltung von Internetpräsenzen sehr wichtig. Joomla 1.5 wird diesem Kriterien durchaus gerecht, liefert es doch standardmäßig das barrierearme Template Beez mit. Bei der Gestaltung von barrierefreien und standardkonformen Webseiten kann dieses Template durchaus als Basis dienen. Einschränkend muss allerdings gesagt werden, dass mit Joomla gestaltete Webseiten nicht generell barrierefrei sind. Das Problem liegt momentan hauptsächlich in den verfügbaren Komponenten, die häufig als Tabellenlayouts erzeugt werden. Es ist allerdings möglich, Webseiten mit Joomla barrierefrei bzw. barrierearm zu gestalten. Ein Content-Manangement-System soll es den Mitarbeitern ermöglichen, Inhalte einer Website möglichst bequem und ohne zusätzliche Programmierkenntnisse zu erzeugen und zu veröffentlichen. Tim Neugebauer und Holger Reibold fordern deshalb: „Eine nachhaltige Schulung der Redakteure ist ein ebenso wichtiger Punkt, um ein barrierefreies Webangebot unter Verwendung eines CMS adäquat zu steuern. Die nachhaltige Gewährleistung der Barrierefreiheit ist unter diesem Gesichtspunkt vielmehr als ein Prozess des Qualitätsmanagements zu verstehen, der Webdesigner und Redakteure gleichermaßen verpflichtet, in der täglichen Arbeit besondere Sorgfalt walten zu lassen." (Neugebauer; Reibold: Joomla! kompakt. Bomots Verlag, 2007. S. 144) Es geht also darum, die Personen, die an der Website arbeiten, für mögliche Probleme zu sensibilisieren. Konkret bedeutet dies: Mit welchem Editor sollen die Texte bearbeitet werden? Wie können Grafiken mit sinnvollen Alt-Texten hinterlegt werden? Wie können „Weiterlesen"-Links mit einem eigenständigen Text hinterlegt werden? Vorteile eines Content-Management-SystemsTrennung von Inhalt und Design durch TemplatesEin Template ist eine Formatvorlage, die die wesentlichen Layoutelemente enthält. Die Trennung von Inhalt und Design ist ein wichtiges Kriterium für barrierefreie Websites. Kontrolliertes Bearbeiten durch unterschiedliche BenutzerrechteDen Personen, die an einer Website arbeiten, werden unterschiedliche Zugriffsrechte zugeordnet. Es wird hierbei unterschieden zwischen Benutzergruppen, die im Frontend oder im Backend der Website arbeiten können. Das Frontend ist dabei die Website, wie sie der Besucher sieht. Das Backend dagegen beinhaltet die Verwaltungsoberfläche (Administration) der Website. Es sind folgende Frontend-Gruppen möglich:
Mitglieder im Backend-Bereich haben Zugang zum System über das Admin-Login. Im einzelnen sind dies die Benutzergruppen: Manager, Administrator, Super-Administrator. Diese Benutzer unterscheiden sich durch ihre Zugriffsrechte. Aktualität durch einfache VeröffentlichungEs ist einfach, Inhalte einer Website zu aktualisieren. Die Website kann dabei von jedem PC aus bearbeitet werden, sofern ein Internetanschluss vorhanden ist. Durch die unterschiedlichen Zugriffsrechte ist es möglich, die Bearbeitungsmöglichkeit individuell an den einzelnen Mitarbeiter anzupassen. Es ist zudem möglich, den Artikeln ein „Verfallsdatum" zuzuordnen, so dass die Artikel nach Ablauf einer bestimmten Zeit automatisch von der Website verschwinden und archiviert werden Einfache Relaunch-MöglichkeitDie Website kann zügig in ihrem Aussehen überarbeitet werden, indem Veränderungen am bestehenden Template vorgenommen werden oder ein neues Template erstellt wird. Sollten also Änderungen am Layout notwendig werden, ist dies häufig durch das Bearbeiten nur einer Datei möglich. Einfache Installation von zusätzlichen KomponentenEin Content-Managementsystem kann einfach erweitert werden. Es gibt eine weltweite Community, die sich um die Weiterentwicklung des jeweiligen Systems kümmert. Hier werden ständig neue Komponenten veröffentlicht, die dann auch (meist) problemlos auf der entsprechenden Website installiert werden können. Als Beispiele seien genannt: Foren, Bildergalerien, Templates, Kalender, Shopsysteme usw. |
